Rotbarts Reisen

1ReiseEs waren bislang aufwändige Recherchen und sie sind noch längst nicht abgeschlossen. Aber immerhin konnte ich inzwischen  Rotbarts Reisen zumindest hinsichtlich der Eckdaten rekonstruieren. Keine Frage, Rotbart hatte ein bewegtes Leben, das niederzuschreiben mit Sicherheit mehrere Bücher füllen wird. Natürlich kann sich hinsichtlich der unten aufgeführten Daten und Fakten noch das eine oder andere ändern.

Am meisten Material konnte ich bislang übrigens von seiner zweiten Reise ausfindig machen, wahrscheinlich werde ich die als erstes Buch veröffentlichen. Es ist die Reise, auf der sich auch die Anekdote mit dem Hai abspielte, die vor dem Hintergrund der unglaublichen Erlebnisse des Schiffskaters natürlich nur eine Randnotiz darstellt.

Ostindien 1653-1657

2ReiseSeine erste Reise führte Rotbart – wie die Leser des Buches „Das Vermächtnis des Kapitäns Carl Carlszoon“ bereits wissen, in kaufmännischer Mission nach Ostindien. 1653 war der kleine Kater auf der Zealand zusammen mit dem erfahrenen Seetiger von Texel aus gestartet und musste 1654 bereits seinen ersten Schiffbruch – an der Küste Sumatras – erleben. Dass er schließlich 1657 doch wieder nach Texel zurückkehren konnte, grenzt angesichts der Abenteuer, die er nach den mir derzeit vorliegenden spärlichen Informationen bewältigt haben muss, nahezu an ein Wunder.

Ostindien 1658 – 1661

Die zweite Reise ist eine Entdeckungsreise. Auf dem Forschungsschiff Zoeker umrundet Rotbart zusammen mit Carl Carlszoon einmal die Erde, bevor er in seinen Heimathafen zurückkehrt. Die einzelnen Stationen, spektakuläre Entdeckungen, aufregende Abenteuer und nicht zuletzt die Umrundung Kap Hoorns, sind  mir bereits bekannt. Wobei die Frage, ob die Zoeker bei Kap Hoorn gestrandet ist oder nicht, aufgrund der derzeitigen Quellenlage noch offen bleiben muss. Aber selbstverständlich werde ich an dieser Stelle ohnehin nicht allzuviel verraten.

Neu-Niederland 1661 – 1664

3Reise1661 startet Rotbart seine dritte Reise, diesmal ohne Carl Carlszoon. Statt nach Ostindien geht es diesmal nach Neu-Niederland, der holländischen Kolonie in Nordamerika, deren Hauptstadt Niew Amsterdam war. Dramatische Ereignisse prägen hier das Leben Rotbarts und sein Leben hängt an einem seidenen Faden. Hier, im Hafen Niew Amsterdams trifft er übrigens auch Graulocke und durch sie schließlich Carl Carlszoon wieder. Und hier findet auch die Konfrontation mit dem frechen jungen Kater statt, der später, viele Jahre später als Einauge in die Reihe der sagenhaften Schiffskater eingehen wird.

Ostindien 1666 – 1670

4ReiseDie vierte Reise führt den nun wirklich schon legendären Schiffskater Rotbart wieder nach Ostindien. Es geht auf eine besondere Mission, die dem Kater, seinem Freund Carl Carlszoon und Graulocke nicht nur für sie bis dahin gänzlich fremde Welten eröffnet, sondern auch zum Verlust von Rotbarts Schwanzende und den linken Auge führt. Dass das einen Schiffskater wie Rotbart nicht umhaut, versteht sich fast von selbst.

Karibik und Neu-Niederland 1671 – 23.08.1678

5ReiseZum letzten mal bricht Rotbart im Jahre 1671 zu einer großen. gefährlichen und abenteuerlichen Reise auf. Westindien, besser bekannt als Karibik, ist das Ziel. Und es ist kein Wunder, dass er hier unter ganz besonderen Umständen dem frechen Kater aus der Hafenspelunke in Niew Amsterdam wiederbegegnet. Der musste sich – wie in „Das Vermächtnis des Kapitäns Carl Carlszoon“ nachzulesen ist – in der Zwischenzeit als Piratenschiffskater unter dem zweifelhaften Namen Henry verdingen. Aber wie bereits erwähnt, wurde ausgerechnet der kleine freche Kater, alias Henry schließlich zum Schiffskatzenhelden, der am Ende von Rotbart persönlich den Ehrennamen Einauge verliehen bekam.
Irgendwann, so etwa um 1674 muss sich schließlich Carl Carlszoon mit dem alten Rotbart an der Mündung des Mystic Rivers zur Ruhe gesetzt haben. Dort, so geht aus einer Eintragung in Carlszoons letztem Tagebuch hervor, ist Rotbart am 23.08.1678 gestorben. Irgendwo in der Nähe von Carlszoons Cottage muss auch das Grab Rotbarts zu finden sein, mit dem Stein und einer Inschrift, deren Wortlaut, den der Kapitän in sein Journal gekritzelt hat ich bislang noch nicht entziffern konnte (Carlszoon hat teilweise wirklich eine fürchterliche Klaue).

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