Die Entstehungsgeschichte der Ko-fi Schiffskatzentaverne 4

Nicht nur das Konzept der Klabauterwelten, auch das der Schiffskatzentaverne wie sie sich heute präsentiert, war bis zum Erscheinen des dritten Bandes der Rotbartsaga noch recht unausgegoren und naturgemäß vor allem an den Geschichten des Buchprojektes Rotbartsaga ausgerichtet. Und wieder war es am Anfang eine besondere Samtpfote, die die Idee der Schiffskatzentreffs entstehen und gedeihen ließ: Amy, die coole Maine-Coon von Jörg, die es als verschwendete Energie erachtete, sich ständig mit Jörgs ältestem Kater auseinanderzusetzen. Stattdessen bot sie den felinen Pflegegästen der Katzennothilfe Hessisch Lichtenau lieber eine gemütliche Zwischenstation. Damit hatte Amy ihre Aufgabe und ihr zu Hause im realen Leben gefunden. Im Dezember 2018 siedelte die Glückskatze, die sich 2013 in die Musterrolle der Rotbartsaga eingetragen hatte, in das Reich der Klabautermiez über. Wie ihr euch vorstellen könnt, hat auch Amy mit ihrem speziellen Charakter einen nicht unmaßgeblichen Grundstein für den Geist und das Konzept der Ko-fi Schiffskatzentaverne gelegt.

Denn bekanntlich haben Katzen mehrere Leben, neun an der Zahl, so heißt es. Und eines dieser Leben verbrachte die schöne Main-Coon ohne Zweifel in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts in New York, dem ehemaligen Nieuw Amsterdam auf der Insel Manhattan. Dort nämlich, da war ich mir sicher, hatte sie eine Katzenspelunke betrieben, einen Katzentreff, den die Bordkatzen aus aller Welt besuchten, wenn ihre Schiffe hier vor Anker gingen. Zur Lucky Lady hieß die Spelunke und unter diesem Namen war auch Amy, die Dame des Salons, bei ihren Gästen bekannt, denen sie für die Zeit ihres Hafenaufenthaltes eine angenehme und entspannte Atmosphäre, abseits von allen beruflichen Pflichten und Gefahren, bot. Und hier ist die Geschichte von Lucky Lady’s:

Die Geschichte, die ich zu Amys Katzentaverne erdachte und für euch hier wieder „ausgegraben“ habe*, war noch ganz auf die Rotbartsaga und ihre Protagonisten zugeschnitten. Und sie weckt so manche auch sehr schmerzhafte Erinnerung an Samtpfoten und Menschen, die das Buchprojekt begleitet haben. Wie ihr sehen könnt, sind im Rahmen dieser kleinen Nebengeschichte gleich weitere Tavernen entstanden, so in Kapstadt oder eben in Tortuga. Und inzwischen haben die reisenden Samtpfoten des 17. Jahrhunderts beispielsweise in Batavia weitere Treffpunkte eingerichtet. Doch bald sollten sich als Triebkraft für die Entwicklung der Ko-fi-Taverne weitere Herausforderungen einstellen.

Nächste Folge: Jonny, Pixie und dynastische Verwicklungen

*Anekdote aus Rotbartsaga, Schiffbruch vor Sumatra.

**Die Geschichte habe ich erstmals 2015 in „Auf Katzens Spuren“ und 2019 in meinem nicht im Buchhandel erhältlichen Autorenbuch „Wolfgang Schwerdts Katzenwelten“ veröffentlicht.

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